
New York Album (Modern/Mainstream)
VÖ: 10.09.2010
Label: JAZZ'n'ARTS
JNA 4910
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Den Wurzeln und der Quelle der Inspiration nachspüren und versuchen herauszufinden, was mich wirklich zu dieser Musik gebracht hat und warum ich diese Musik spiele und liebe. Die Quellen sind natürlich auch und gerade in New York verortet; die Musiker, die dort leben sind geprägt von der Geschichte und der Stadt. Kenny Werner war immer einer meiner Lieblingspianisten. Für mich ist er einer der meist unterschätzten großen Jazzmusiker. Ob auch die Zusammenarbeit funktionieren würde, darüber war ich mir jedoch nicht sicher. Doch ich hatte das Gefühl, dass der "Spirit of the Moment" der eigentliche Wesensprozess im Jazz ist. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Kenny Werner, Matt Penman und ich improvisierten, komponierten, arbeiteten sehr energetisch und intensiv in einer kurzen Zeitspanne von einem Tag. Alles hat gepasst: Die Stadt und ihre Geschichte mit der Aura sowie dem wundervollen Studio in Brooklyn. Dieses Projekt hat für mich mehr als dokumentarischen Wert.
Es ist eine Band entstanden, die etwas sehr altmodisches tut: Jazz spielen, aber mit dem Approache, das diese Musik immer neu erfunden wird.
Besetzung
Kenny Werner piano
Weakly Penman bass
Oliver Strauch drums
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Live with Randy Brecker (mainstream/modern)
VÖ: 12.06.2009
Label: JAZZ'n'ARTS
JNA 4309
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Mit "Live with Randy Brecker" geht es nun auf gleichem Kurs, bei leicht veränderter Besetzung, in Form eines fulminanten Konzertmitschnitts noch einen großen Schritt weiter.
Das treibende Dreigespann und den konstanten Kern hinter der Band bilden nach wie vor Schlagzeuger und Bandleader Oliver Strauch, der Trompeter und Flügelhornist Randy Brecker sowie der Baritonsaxophonist August-Wilhelm Scheer - nur noch fester verschweißt durch Jahre gemeinsamer Konzerterfahrungen.
Und das bedeutet für dieses Live-Album: noch mehr Groove, Swing, packend gespielte Melodien und vor allem die Intensität eines publikumsnahen Bühnenfeelings - ohne Netz und doppelten Boden. Diese Band funktioniert wie ein Uhrwerk, ohne eine Spur von Sand im Getriebe. Auch die "Neuen", am Piano Pierre-Alain Goualch, am Bass Gautier Laurent und am Tenorsaxophon Johannes Müller, integrieren sich auf "Live with Randy Brecker" mühelos, im Sinne des Wortes "spielend" in das weiterentwickelte Sound- und Bandgefüge. Inzwischen spricht Oliver Strauch längst von seiner "Dreamband", ist überglücklich und höchst zufrieden mit den Leistungen seiner Mitmusiker, mit deren musikalischem Verständnis und der großartigen Zusammenarbeit. Gleichzeitig sagt er, sei ihm stets klar gewesen, dass es sich hier um "sechs Individualisten" handle, die "gemeinsam einen neuen Klang kreieren. Und der ist", fügt er schmunzelnd hinzu, "vielleicht weniger puristisch. Aber offener, spontaner und risikoreicher!"
" Live with Randy Brecker" mitgeschnitten wurde die CD im "Alten Pfandhaus" in Köln. "Gebaut wie eine Arena, mit dem wunderbaren Kölner Publikum", erläutert Strauch, "erschien mir diese Location von Anfang an als der richtige Ort für dieses Unterfangen." Und mit Bernhard Wittmann fand Strauch auch genau den richtigen Mann am Mischpult fürs Recording, Mastering und Mixing. "Bernhard Wittmann gelingt es", schwärmt Strauch, "unseren Bühnensound ohne Klangbeeinträchtigung durch Kompressoren so akustisch wie möglich im Raum abzubilden." Bereits über das Vorgängeralbum "Oliver Strauch's Groovin' High" schrieb Martin Schuster in Concerto: ". Sehr dynamisch, sehr abwechslungsreich, meist in Hardbop-Reminiszenzen schwelgend, und mit größtenteils ansprechenden solistischen Leistungen - empfehlenswert!"
Norbert Schiegel setzte in der Musikwoche noch einen drauf: ".die Formation verfolgt sehr erfolgreich einen Kurs, mit dem sie immer wieder neue Wege erkunden. Auf diesem Album tun sie das überzeugender denn je." Mit der CD " Live with Randy Brecker" findet nun die Fortsetzung dieser spannenden Mischung statt, aus Postbop, Hard Bop, Swing, Groove-Jazz, Straight-Ahead-Spiel - in Verbindung mit meisterhaften Soli. " Live with Randy Brecker" ist überhaupt das Medium für den Drummer Oliver Strauch, der seine zweite Rolle als Bandleader auch auf der Bühne auszufüllen weiß: "Du kannst jenseits von arrangierten, geprobten Teilen versuchen, die Musik jeden Abend anders zu spielen. Und ich fühle mich da als die treibende Kraft! Tony Williams sagte, er spiele nur dann provokativ, wenn in der Band nichts passiere.
Das ist ein Statement auf hohem Level. Aber das richtige Maß an Zurückhaltung, und - nennen wir es ruhig so -, Arroganz, kann eine Band wirklich bewegen." (Zitat aus einem Interview mit Carina Prange im Jazz Podium)
Besetzung
Randy Brecker (tr)
Johannes Müller (ts)
August-Wilhelm Scheer (bs)
Pierre-Alain Goualch (p)
Gautier Laurent (b)
Oliver Strauch (dr)
Wunsch / Strauch Sextet feat. Kenny Wheeler
Joana´s Waltz (mainstream)
VÖ: 25.10.2005
Label: JAZZ'n'ARTS
JNA 3205
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Frank Wunsch verfolgt einen ganz und gar eigenen Weg durch das musikalische Dickicht der internationalen Jazz-Szene. Seit langer Zeit hinterlässt der 60-jährige Pianist und Komponist – Frank Wunsch wurde am 29. August 1945 in Bochum geboren – markante und wiedererkennbare Spuren als europäischer Jazz-Musiker. Von Anfang an ist in seinen raffiniert geschriebenen Originals und Arrangements und in seinem fantasievollen Spiel auf dem Klavier die weitverzweigte US-amerikanische Jazz-Geschichte ebenso präsent wie die Hinterlassenschaft einiger (Avantgarde-)Komponisten aus Europa. „Er ist ein dialogisch orientierter, dynamisch fein differenzierter Pianist aus der Schule von Bill Evans, lässt aber auch Anklänge an Lennie Tristano und Bud Powell aufblitzen“, heißt es etwa im rororo Jazz-Lexikon von Martin Kunzler über den Musiker Frank Wunsch, der „zudem auf Schönberg, Debussy, Bartók und Messiaen als Inspirationsquellen“ verweist.
In den Tracks von „Joana’s Waltz“ offenbart sich einmal mehr die untrügliche melodische und harmonische Kunst von Frank Wunsch. „Seit einiger Zeit fasziniert es mich, Choral-artige Melodien zu schreiben, die zwar eingängig und singbar sind, aber überhaupt nicht simpel klingen.“ Die neun vom Modern Jazz inspirierten Stücke haben eine lyrisch-poetische Atmosphäre und bestechen durch eine hintergründige musikalische Haltung. Frank Wunsch weist hinter dem Flügel sitzend die musikalische Richtung. Lässig swingend und federnd formuliert er in seinen Chorussen vielfältige musikalische Phrasen, die er immer wieder mit überraschenden harmonischen Wendungen würzt. Der Schlagzeuger und Co-Leader dieses Sextetts, Oliver Strauch, knüpft mit dem Bassisten Paul G. Ulrich ein engmaschiges und elastisches Geflecht aus lockeren Grooves, leichtgängigen Bass-Ostinati und akzentuierten Rhythmen. Dann gibt es die beiden Saxofonisten. Der eine, Gerd Dudek, phrasiert auf dem Tenor- und Sopransaxofon weitausholend und mit einem sicheren Gespür für musikalische Nuancen. Der andere, August Wilhelm Scheer, schreibt mit brüchig-sonorem, knarzigem Sound auf dem Baritonsaxofon seine Gedanken nieder. Mit Kenny Wheeler hat Frank Wunsch erneut einen „Bruder im Geiste“ an seiner Seite. Wie der deutsche Pianist besitzt auch der kanadische Flügelhornist und Trompeter ein zielgerichtetes melodisches Gespür, um seine bauchig geblasenen Linien mit einem melancholischen bitter-süßen Gestus auszustatten.
Auffällig ist Frank Wunsch’ kontinuierliche, seit 1986 andauernde Zusammenarbeit mit dem legendären amerikanischen Altsaxofonisten Lee Konitz. „Zu Lee habe ich eine ganz besondere Beziehung – und zwar schon bevor ich ihn getroffen habe“, so Frank Wunsch. „Als 15-Jähriger habe ich begonnen mich mit Jazz zu beschäftigen. Und schon gleich wusste ich, wer Lee Konitz ist.“ Damals hörte er häufig die legendären Capitol-Aufnahmen vom Miles Davis Nonet, „Birth Of The Cool“, bei denen eben auch Lee Konitz maßgeblich beteiligt war. Und später, als er bereits selbst aktiv als Musiker auf der Jazz-Szene war, entdeckte Frank Wunsch den Altsaxofonisten erneut: Er hatte dessen Duo-Platte mit dem französischen Pianisten Michel Petrucciani gehört. „Die hat total bei mir eingeschlagen.“ Kurz darauf lernte er Lee Konitz persönlich kennen. „Er wurde dann so etwas wie mein Meister und Lehrer.“
Weitere Stationen der Karriere von Frank Wunsch. Ab Mitte der 1960er-Jahre studierte er in Dortmund und Köln Klavier und belegte außerdem auch noch Meisterkurse unter anderem bei Friedrich Gulda. Mitte der 1970er begann seine Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger Christoph Haberer. Seit 1980 ist er Dozent für Klavier an der Jazzabteilung der Musikhochschule Köln. In den folgenden Jahren arbeitete Frank Wunsch unter anderem mit Bill Holeman, Jon Eardly, Silvia Droste und Allan Botschinsky. Mit Lee Konitz spielte er zuerst oft in Quartettbesetzungen, seit der ersten Hälfte der 1990er-Jahre sind die beiden eigenwilligen Instrumentalisten aber hauptsichlich im Duo zu hören. So veröffentlichte er zum Beispiel Anfang der 1990er im Quartett mit Lee Konitz das Album „S’Nice“, nahm mit Kenny Wheeler, Lee Konitz und dem Kontrabassisten Gunnar Plümer eine im Neuburger Jazzclub Birdland mitgeschnittene Live-CD auf, war auf dem Album „September Waltz“ erneut im Quintett mit dem Altsaxofonisten zu hören und brachte die CD-Box „Happy Birthday Lee“ auf den Markt, in der die drei zuvor schon einzeln erschienenen Duo-Alben mit Lee Konitz, „FrankLee Speaking“, „Into It“ und „The Frankfurt Concert“, stecken. Seit 2001 tritt Frank Wunsch regelmäßig mit einer fünfköpfigen Band in Saarbrücken auf, die er gemeinsam mit dem Schlagzeuger Oliver Strauch leitet und mit der er nun das Album „Joana’s Waltz“ herausbringt – diesmal mit Kenny Wheeler als Gastsolisten an der Trompete und am Flügelhorn.
Es ist müßig zu erörtern, ob das musikalische Ergebnis dieser CD nun amerikanisch oder europäisch geprägt ist – denn: Jeder der Musiker ist vom viel zitierten Spirit des Jazz durchdrungen, mit dem Grenzen musikalisch überschritten werden, um ein sensibles Kunstwerk zu erschaffen, wie es sich bei dieser Aufnahme wieder einmal zeigt.
Martin LaurentiusJoana´s Waltz (mainstream)
VÖ: 25.10.2005
Label: JAZZ'n'ARTS
JNA 3205
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Besetzung
Kenny Wheeler (trumpet, flugelhorn)
Gerd Dudek (tenor-, sorpranosax)
August Wilhelm Scheer (baritone sax)
Frank Wunsch (piano)
Paul G. Ulrich (bass)
Oliver Strauch(drums)
produced 2005 by O. Strauch & O. Schönborn for
Jazz´n´ Arts Records
contact:oliverstrauch@web.de



